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 Kapitel 2

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Heather McCartney
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Alter : 19

BeitragThema: Kapitel 2    Do Jun 23, 2016 12:46 am

Im Inneren war das Haus riesig. Große Familienportraits waren an den Wänden befestigt und von der Decke hing ein Kronleuchter herab. Es war einfach majestätisch, schon fast ein Traum. Schon immer wünschte sich Heather, dass sie – genauso wie ihre Freundin – in so einem großen Haus wohnen würde. Traumhaft und lustig wäre es sicherlich. Pete führte Heather durch das große Anwesen, durch die großen Flure mit den an den Wänden hängenden Gemälden sowie dem großen und langen dunkelblauen Teppich auf dem Boden. Als die beiden endlich vor einer der vielen Türen im zweiten Stock stehen blieben, waren für Heather gefühlte fünfzehn Minuten vergangen. Zwar war sie schon damals so oft durch das Haus gelaufen, aber erst jetzt wurde ihr bewusst wie groß die halbe Villa eigentlich war. Der Butler der Familie klopfte dreimal bevor die Eichenholztür von einer blondhaarigen Teenagerin geöffnet wurde. „Heather! Was machst du denn hier?“, fragte April ihre Freundin und ließ sie in ihr Zimmer. Schnell bedankte sich die Rothaarige bei Pete, schloss die Tür und folgte ihrer Freundin.
Das Zimmer ihrer Freundin war sicherlich doppelt so groß wie ihres. Es besaß ein großes Himmelbett, einen begehbaren Kleiderschrank sowie ein eigenes Badezimmer. Für Heather wäre das der reinste Traum, der allerdings nie erfüllt werden würde. Als die Rothaarige sich zum Bett drehte, saß April schon darauf und sah ihre Freundin an. „Komm her und sag mir was vorgefallen ist.“ Das große Himmelbett zog Heathers Füße förmlich an, sodass sie keine Chance hatte, abzuhauen. Aber wieso sollte sie ihrer Freundin etwas verheimlichen? Sie konnte doch eh nichts mehr verlieren. Also setze sich Heather auf die Bettkante und sah ihrer Freundin April in die blauen Augen. Die Ausstrahlung war wunderschön und man konnte seinen Blick nicht von ihren Augen abwenden. Nachdem sie sich gesetzt hatte, fing sie an ihre Familienprobleme aufzulisten und wurde durch Aprils wärmenden Blicke etwas getröstet. Manchmal kam es Heather so vor, als wären die beiden Schwestern. Zwar keine Schwester vom Aussehen her, aber dennoch vom Verhalten, Denken und vom Charakter. „Aber jetzt mal zu einem anderen Thema, April“, sagte Heather und fing an zu lachen. Natürlich wusste April was für ein Thema gemeint war. Es war kein anderes Thema als das über Jungs.
Ihre Freundin gestand, dass sie in Travis Robb, den besten Kumpel von den beiden Mädchen, verknallt war und dies schon vor der Zeit tat, als Juan Duncan ihr gestand, sie sei heiß. Natürlich wusste Heather, dass Travis ein gutaussehender Typ war, doch bisher war sie nicht so verknallt wie ihre Freundin. Hätte sie Lust zu irgendetwas gehabt, dann würden eine Menge Jungs vor ihren Füßen knien, sie anbetteln und fragen ob sie mit einen von ihnen zusammen will. Doch irgendetwas ist oder war mit Heather. Wissen tut sie es aber nicht und wird sicherlich noch Jahre lang keine Antwort auf all ihre Fragen bekommen. Auch nicht, wenn sie ihre Freundin fragen würde, ob es irgendwelche Probleme in Beziehungen gäbe. Dafür war April zu aufgeschlossen und draufgängerisch. Trotz dessen sah Heather zu ihrer blonden Freundin und lächelte sie an. Mit ihr konnte man so viel Spaß haben und es wurde nie langweilig. Egal was sie machten.
„Du hattest jetzt wie viele Beziehungen nochmal, April?“, fragte die Rothaarige ihre Freundin. Diese sah sie an und zwinkerte ihr zu. Wenn sie einem zuzwinkerte, dann hieß das, dass man es bereits weiß und sie es nicht noch einmal sagen musste. „Ja ok, meinetwegen. Wenn du mir eben nicht noch einmal sagen willst, dass du schon um die sechs Beziehungen hattet, dann lasse ich es dich danach zu fragen.“ Als Antwort bekam sie ein Kissen ins Gesicht geschmissen und schon fing die Kissenschlacht an. Überall flogen Kissen durch die Luft und das Zimmer und allmählich lösten sich Federn aus den fliegenden Kissen.
Sie hatten gerade noch mehr Spaß als sonst als es unten an der Tür klingelte. Man hörte Schritte und Petes Stimme. Er begrüßte irgendwen, nannte sogar die Namen dieser Personen. „Ach guten Tag Mrs. Mariah und Mr. Thomas McCartney. Schön Sie hier nochmal begrüßen zu können. Wollen Sie zu Heather? Sie müsste oben bei April sein. Ich werde sie holen und während dessen warten Sie im Wohnzimmer auf Ihre Tochter“, sagte der Butler und kurze Zeit später klopfte es an der Zimmertür. April stand auf, öffnete sie und Heather wusste, sie musste nun mit nach unten. April sah sie bemitleidend an, ließ Heather aber als erstes die Treppen hinuntergehen. Unten angekommen, ging die rothaarige Schülerin aus New York in das Wohnzimmer, wo ihre Eltern schon auf sie warteten und lehnte sich an den Türrahmen. „So. Ich bin da, was wollt ihr?“, fragte sie sie genervt, bereit bei ihrer Antwort die Augen zu verdrehen. Die roten Haare ihrer Mutter lagen ihr auf den Schultern als sie anfing zu sprechen.
„Heather, du kommst jetzt mit uns nach Hause und du wirst erstmal ein paar Tage Hausarrest haben. Du darfst nur wegen dem Training und der Schule aus dem Haus, aber ansonsten darfst du dich erstmal nicht verabreden oder das Haus verlassen. Haben wir uns verstanden?“ Heather nickte leicht und trotzdem war sie wütend auf ihre Eltern, oder eher gesagt auf ihre Mutter. Sie konnte ihr doch nicht einfach verbieten sich mit Freunden zu treffen! Aber dennoch musste sie auf ihre Mutter hören, zumindest noch so lange bis sie volljährig werden würde. Sie verdrehte ihre Augen, ergab sich aber und drehte sich zu April um, die hinter ihr stand -  mit verschränkten Armen und einen finsteren Blick. Heather wusste, dass sie genau das gleiche dachte, wie sie es selber tat. Schnell umarmten sie sich bevor die ganze Familie McCartney die kleine Villa verließ und nach Hause fuhr. Es war eine unangenehme Stimmung im Auto und alle waren still – niemand sagte etwas bis sie zu Hause waren.

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